USA
Boston (Foxborough)
Eine der ältesten Städte Amerikas mit reicher Geschichte, weltberühmten Universitäten und einer leidenschaftlichen Sportkultur.
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CartoDB Voyager · OSM
- Sehenswürdigkeiten
- Essen & Trinken
- Fan-Zonen
- Anreise & Verkehr
- Übernachten
- Erlebnisse
Stadion
Gillette Stadium
Foxborough, MA
- Kapazität:
- 65.878
- Dach:
- offen
Stadt-Guide
Sehenswürdigkeiten
Freedom Trail & Boston Common
Eine 4 km lange rote Ziegellinie im Gehweg verbindet 16 Schauplätze der Amerikanischen Revolution – von Boston Common, dem ältesten öffentlichen Park der USA (1634), bis nach Charlestown. Auf keinem anderen Spaziergang der Welt liegen so viele Gründungsmythen einer Nation Schritt für Schritt unter den eigenen Füßen.
Tipp: Einfach der roten Linie folgen – kostenlos und selbsterklärend. Start an der Visitor-Info auf Boston Common; früh starten, dann ist die Old North Church noch leer. Plane 3–4 Stunden ein.
Fenway Park
Das älteste noch genutzte Baseball-Stadion der Major League (1912) und die emotionale Kathedrale der Stadt – mit dem legendären 11 m hohen grünen Linksfeld-Zaun „Green Monster“. Für Bostoner ist ein Spiel der Red Sox kein Sportereignis, sondern Familienreligion.
Tipp: Spieltag-Tickets sind oft teuer; die täglichen Stadion-Touren (ca. 1 Std.) führen sogar auf den Green Monster. Vorher ein Bier in den Bars der Lansdowne Street direkt hinterm Zaun.
USS Constitution & Charlestown Navy Yard
„Old Ironsides“ ist das älteste noch schwimmende Kriegsschiff der Welt (1797) und liegt im historischen Navy Yard am Ende des Freedom Trail. Ihren Spitznamen erhielt sie 1812, als britische Kanonenkugeln von ihrem dicken Eichenrumpf abprallten.
Tipp: Das Betreten des Schiffs ist kostenlos, aber ein Lichtbildausweis ist nötig (aktiver Marinestützpunkt). Vom Quincy Market mit der MBTA-Fähre über den Hafen fahren – günstig und mit toller Skyline-Aussicht.
Harvard Yard, Cambridge
Die älteste Universität der USA (1636) liegt jenseits des Charles River in Cambridge; ihr efeubewachsener „Yard“ und das rote Backsteinensemble strahlen Jahrhunderte akademischer Macht aus. Studentengeführte Touren erzählen Anekdoten, die in keinem Reiseführer stehen.
Tipp: Mit der roten U-Bahn-Linie bis „Harvard“ – der Ausgang liegt direkt am Tor. Danach durch die schicke Buchladen- und Café-Szene am Harvard Square bummeln; der linke Fuß der John-Harvard-Statue ist traditionell blank gerieben.
Isabella-Stewart-Gardner-Museum
Ein venezianischer Palazzo mitten in Boston, gefüllt mit Meisterwerken rund um einen blühenden Innenhof – exakt so arrangiert, wie es die exzentrische Sammlerin 1903 testamentarisch festlegte. Berühmt auch durch den größten ungelösten Kunstraub der Geschichte (1990); die leeren Rahmen hängen bis heute.
Tipp: Wer Isabella heißt, kommt für immer gratis hinein. Direkt nebenan liegt das große Museum of Fine Arts – beide an einem Tag im Fenway-Viertel kombinierbar.
Beacon Hill & Acorn Street
Bostons elegantestes Viertel: Gaslaternen, rote Backsteinreihenhäuser und das kopfsteingepflasterte Gässchen Acorn Street, angeblich die meistfotografierte Straße der USA. Hier wohnten Schriftsteller und Brahmanen-Familien; die Charles Street darunter ist voller Antiquitäten und Cafés.
Tipp: Acorn Street früh morgens besuchen – tagsüber drängen sich die Fotografen. Von Boston Common aus zu Fuß in 5 Minuten; bequeme Schuhe wegen des unebenen Pflasters.
Essen & Trinken
Hummerbrötchen (Lobster Roll)
Neuenglands ikonischste Delikatesse: süßes Hummerfleisch in einem getoasteten Hotdog-Brötchen, entweder kalt mit etwas Mayo oder warm mit zerlassener Butter. In Boston ein Stück gelebter Küstenkultur – schlicht, teuer und himmlisch.
Tipp: Klassiker am Hafen: James Hook & Co. nahe der Innenstadt oder die Neptune Oyster Bar im North End (kommt früh, es gibt keine Reservierung). „Connecticut style“ = warm mit Butter, „Maine style“ = kalt mit Mayo.
Clam Chowder im Union Oyster House
Die cremige „New England Clam Chowder“ mit Muscheln und Kartoffeln ist Bostons Seele in einer Schüssel. Im Union Oyster House – Amerikas ältestem durchgehend betriebenen Restaurant (1826) – löffelt man sie an Holztischen, an denen schon JFK saß.
Tipp: An der historischen Austernbar im Erdgeschoss sitzen und ein paar frische Austern dazu bestellen. Liegt direkt am Freedom Trail neben Faneuil Hall – ideal als Mittagspause.
Cannoli im North End (Mike's & Modern)
Das North End ist Bostons „Little Italy“, und an der Hanover Street tobt seit Jahrzehnten der „Cannoli-Krieg“: Mike's Pastry mit faustgroßen, vorgefüllten Hörnchen gegen Modern Pastry, das jedes Cannolo erst auf Bestellung füllt. Locals schwören auf Modern, Touristen lieben Mike's.
Tipp: Bei Modern Pastry frisch befüllen lassen – die dünnere Schale bleibt knusprig. Danach ein Espresso in einem der italienischen Cafés. Bargeld bei Mike's beschleunigt die oft lange Schlange.
Samuel-Adams-Brauerei, Jamaica Plain
In der ursprünglichen Brauerei in Jamaica Plain begann 1984 die amerikanische Craft-Beer-Revolution. Bei der Tour erfährt man die Geschichte des nach einem Revolutionär benannten Biers und verkostet frisch gezapfte Sorten direkt aus den Tanks.
Tipp: Mit der orangefarbenen U-Bahn-Linie bis „Stony Brook“, dann 5 Minuten zu Fuß. Spenden statt Eintritt; danach durch das hippe Jamaica Plain bummeln und in einem der Pubs essen.
Fan-Zonen
Faneuil Hall & Quincy Market
Seit 1742 Bostons pulsierender Treffpunkt – heute eine Festmeile mit Straßenkünstlern, der riesigen Food-Halle im Quincy Market und Dutzenden Pubs ringsum. Bei großen Spielen verwandelt sich die offene Plaza in einen lautstarken Fan-Treffpunkt.
Tipp: Im Quincy Market quer durch die Stände probieren (Clam Chowder im Brotlaib ist Pflicht). Die historische Bell in Hand Tavern nebenan ist eine der ältesten Bierkneipen der USA.
Seaport District
Bostons jüngstes, schickstes Viertel am Wasser: gläserne Hochhäuser, Dachterrassen-Bars und Großbildschirme an warmen Abenden. Die breiten Promenaden und Bierhallen machen es zum natürlichen Sammelpunkt für feiernde Fans mit Hafenblick.
Tipp: Mit der Silver Line (SL1/SL2) direkt vom Flughafen oder South Station erreichbar. Trillium Brewing und die Bierhallen am Seaport Common sind ideal fürs Public Viewing; abends die Skyline genießen.
Anreise & Verkehr
MBTA „T“ & CharlieCard
Die älteste U-Bahn Amerikas (1897) heißt liebevoll „the T“ und erschließt mit ihren farbigen Linien – Rot, Orange, Grün, Blau – die ganze Stadt günstig und stressfrei, gerade weil Boston ein Parkplatz-Albtraum ist.
Tipp: Eine CharlieCard (an Automaten) ist günstiger als Einzelfahrten; kontaktloses Bezahlen per Karte/Handy funktioniert inzwischen an allen Drehkreuzen. Die T fährt nur bis ca. 1 Uhr nachts.
Vom Flughafen & zum Stadion (Silver Line + Event-Zug)
Der Flughafen Logan liegt nur 5 km von der City entfernt – die Silver-Line-Buslinie SL1 fährt kostenlos zur South Station. Von dort bringen an Spieltagen Sonderzüge der Commuter Rail die Fans nonstop nach Foxboro, nur wenige Gehminuten vom Stadion.
Tipp: Die SL1 ab Flughafen ist gratis und braucht ~15 Min. Stadion-Sonderzüge fahren alle 15 Min ab South Station; Tickets nur über die mTicket-App – früh kaufen, sie sind limitiert und am Spieltag schnell weg.
Übernachten
Back Bay & Newbury Street
Das eleganteste Wohnviertel zum Übernachten: viktorianische Sandsteinhäuser, die mondäne Einkaufsmeile Newbury Street und alles fußläufig – Boston Common, Fenway und die South Station sind nah. Zentral, sicher und mit hervorragender T-Anbindung.
Tipp: Rund um die T-Stationen „Copley“ und „Back Bay“ wohnen – von Letzterer fahren die Stadionzüge ohne Umstieg über South Station. Spaziergang entlang der baumgesäumten Commonwealth Avenue Mall nicht verpassen.
Erlebnisse
Patriot Place, Foxborough
Direkt am Stadion in Foxborough liegt Patriot Place – ein offenes Areal mit Sportbars, Restaurants und einem Hall of Fame zur Geschichte der lokalen Football-Dynastie. Hier treffen sich die Fans Stunden vor dem Anpfiff zum Tailgaten und Anstoßen.
Tipp: Mit dem Stadion-Sonderzug bis Foxboro – das Areal ist nur wenige Gehminuten von Bahnhof und Stadion entfernt. Früh anreisen, um die Stimmung zu genießen; in den Bars laufen alle Spiele auf Großleinwand.