USA
Dallas (Arlington)
Texanische Metropole mit modernem Skyline, erstklassiger Barbecue-Kultur und dem beeindruckenden AT&T Stadium in Arlington.
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CartoDB Voyager · OSM
- Sehenswürdigkeiten
- Essen & Trinken
- Fan-Zonen
- Anreise & Verkehr
- Übernachten
- Erlebnisse
Stadion
AT&T Stadium
Arlington, TX
- Kapazität:
- 80.000
- Dach:
- verschließbar
Stadt-Guide
Sehenswürdigkeiten
Dealey Plaza & Sixth Floor Museum
Hier wurde am 22. November 1963 Präsident John F. Kennedy erschossen — das Sixth Floor Museum im ehemaligen Schulbuchlager erzählt die Geschichte vom genau jenem Fenster aus, aus dem die Schüsse fielen. Unten auf der Straße markieren zwei weisse Kreuze auf der Elm Street die Stelle des Attentats, ein eigenartig stiller Ort mitten in der Stadt.
Tipp: Online-Ticket mit Zeitfenster vorab buchen, der Audioguide (auch auf Deutsch) ist im Preis enthalten und ausgezeichnet. Vom Grasshügel hat man den klassischen Blick auf die beiden Kreuze.
Reunion Tower
Die leuchtende Kugel auf 171 Metern ist DAS Wahrzeichen der Skyline von Dallas — nachts taucht ein Gitter aus hunderten LEDs den Ball in wechselnde Muster. Vom GeO-Deck auf 143 Metern blickt man drinnen wie draußen über die endlose, flache Weite von Nordtexas.
Tipp: Bei Sonnenuntergang kommen, dann sieht man den Tag-Nacht-Wechsel über der Skyline. Tickets sind online günstiger; das Drehrestaurant Five Sixty (Wolfgang Puck) liegt eine Etage darunter.
Dallas Arts District
Der größte zusammenhängende Kulturbezirk der USA bündelt auf wenigen Blocks das Dallas Museum of Art, das Nasher Sculpture Center (Renzo Piano) und die Meyerson Symphony Hall. Mittendrin liegt der Klyde Warren Park — ein grüner Deckel über dem Stadtautobahn-Graben mit Foodtrucks, Live-Musik und Liegestühlen.
Tipp: Das Dallas Museum of Art hat freien Eintritt in die Dauerausstellung. Im Klyde Warren Park gibt es täglich Foodtrucks; am Wochenende mittags ist die Stimmung am besten.
Fort Worth Stockyards
In diesem historischen Viehmarkt-Viertel mit Holzgehegen und Saloons treiben echte Cowboys zweimal täglich eine Herde Longhorn-Rinder die Exchange Avenue hinunter — die einzige tagliche Viehtrieb-Show der Welt. Hier spürt man das alte Texas der Cattle-Drives, das den Mythos der Region prägte.
Tipp: Viehtrieb täglich um 11:30 und 16:00 Uhr (wetterabhängig) vor dem Livestock Exchange Building. Abends in Billy Bob's Texas, der angeblich größten Honky-Tonk-Bar der Welt, vorbeischauen.
Kimbell Art Museum
Louis Kahns Bau von 1972 mit seinen lichtdurchfluteten Beton-Gewölben gilt als eines der schönsten Museumsgebäude der Welt — silbriges Tageslicht fällt durch schmale Dachschlitze auf Werke von Caravaggio, Rembrandt, Michelangelo und Matisse. Ein Pilgerort für Architekturfans, mitten im Kulturviertel von Fort Worth.
Tipp: Der Eintritt in die Dauersammlung ist immer kostenlos (nur Sonderausstellungen kosten). Direkt nebenan liegen das Modern Art Museum und das Amon Carter Museum — ein ganzer Museums-Tag.
Fair Park
Dieses 1936 für die Texas-Centennial-Weltausstellung errichtete Gelände beherbergt die weltweit größte Sammlung von Art-Deco-Ausstellungsbauten — monumentale Fassaden, Wandmalereien und Brunnen. Wahrzeichen ist Big Tex, der 16 Meter hohe Cowboy, der seit 1952 die State Fair of Texas begrüßt.
Tipp: Mit der DART-Bahn (Green Line, Station Fair Park) bequem aus der City erreichbar. Im Sommer ist das African American Museum sowie die Art-Deco-Architektur das Highlight; Big Tex selbst steht nur zur Fair im Herbst.
Essen & Trinken
Pecan Lodge (Texas Barbecue)
Das vom Texas Monthly zu einem der besten BBQ-Lokale der Welt gekürte Pecan Lodge in Deep Ellum räuchert sein Prime-Brisket 18 Stunden über Post-Oak-Holz, bis es auf der Zunge zergeht. Texas-Barbecue heißt hier: nur Salz, Pfeffer und Rauch — kein Soss-Schnickschnack, nur perfekt gegartes Rindfleisch.
Tipp: Früh kommen — die Schlange bildet sich oft schon vor der Öffnung um 11 Uhr, und beliebte Cuts sind nachmittags ausverkauft. Bestellung: fettes Brisket („moist"), Beef Rib und die „Hot Mess"-Süßkartoffel.
Tex-Mex & die Frozen Margarita
Dallas ist die Geburtsstadt der Frozen Margarita: 1971 baute Mariano Martinez an der Greenville Avenue eine Softeismaschine zum Slush-Margarita-Automaten um — das Original steht heute im Smithsonian. Dazu gehört Tex-Mex pur: brutzelnde Fajitas, mit Käse überbackene Enchiladas und Chili con Carne, eine eigene Küche, in Texas erfunden.
Tipp: Klassiker zum Ausprobieren: Mia's Tex-Mex auf der Lemmon Avenue (Stammlokal der Dallas-Cowboys-Legenden) oder die Lokale entlang der Lower Greenville Avenue. Immer Tortilla-Chips mit Queso vorweg bestellen.
Bishop Arts District
In den umgebauten Lagerhäusern aus den 1920ern in Oak Cliff drängen sich auf wenigen Straßen über 60 unabhängige Restaurants, Cafes und Bars zwischen leuchtenden Wandmalereien. Hier isst man sich quer durch die Stadt — von handgemachten Tacos und veganer Küche bis zu legendärem Schokoladenkuchen bei Emporium Pies.
Tipp: Zu Fuss erkunden und mehrere Lokale teilen. Nicht verpassen: ein Stück Pie bei Emporium Pies und Cocktails im pflanzenüberwucherten Hof. Abends besonders stimmungsvoll, nur 5 Minuten vom Zentrum.
Breakfast Tacos & Velvet Taco
Der Breakfast Taco ist Texas' Frühstücksklassiker — warme Tortilla, Rührei, Kartoffeln, Käse und Salsa, eingewickelt in Folie und unterwegs gegessen. Bei Velvet Taco, gegründet 2011 an der Henderson Avenue, treffen kreative Füllungen rund um die Uhr auf den texanischen Taco-Kult.
Tipp: Velvet Taco hat oft bis spät (teils 24 Std.) geöffnet — perfekt nach einem langen Stadionabend. Probiere das wöchentlich wechselnde „Weekly Taco Feature" und das berühmte Rotisserie-Chicken.
Fan-Zonen
Deep Ellum
Seit den 1920ern das musikalische Herz von Dallas — einst spielten hier Blues-Legenden wie Blind Lemon Jefferson und Leadbelly, heute reihen sich über 30 Live-Musik-Clubs, Bars und mehr als 100 Wandmalereien aneinander. An Spielabenden verwandelt sich das Viertel in einen pulsierenden Treffpunkt für Fans aus aller Welt.
Tipp: Auf der Elm Street und Main Street entlangbummeln, Live-Musik gibt es fast in jedem Club. Mit der DART-Bahn (Green/Orange Line, Station Deep Ellum) anreisen und das Parken vermeiden.
Texas Live! (Arlington)
Direkt zwischen dem Football-Stadion und dem Baseball-Park von Arlington gelegen, ist dieser riesige Entertainment-Komplex mit Sportbars, Restaurants und einer gigantischen LED-Videowand der natürliche Sammelpunkt vor und nach den Spielen. Hier feiern Fans bei klimatisierter Kühle in der texanischen Sommerhitze.
Tipp: Die rund 30 Meter breite Medienwand zeigt die Spiele in voller Größe — früh kommen, um einen Platz zu ergattern. Zu Fuss nur wenige Minuten vom Stadion; der ganze Bezirk ist gut zu Fuss zu erkunden.
Anreise & Verkehr
Vom Flughafen DFW in die Stadt (DART)
Der DFW International Airport ist direkt ans Schienennetz angebunden: Die DART Orange Line fährt vom Terminal A bis ins Zentrum von Dallas, der TEXRail bringt euch nach Fort Worth. So erreicht man beide Innenstädte autofrei — eine Seltenheit in der autozentrierten Region.
Tipp: Ein DART-Tagesticket (GoPass-App) deckt alle Bahnen und Busse ab und lohnt sich fast immer. Achtung: Die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum dauert knapp eine Stunde — Zeit einplanen.
Mit Bahn & Shuttle zum Stadion in Arlington
Arlington ist die größte US-Stadt ohne eigenes Nahverkehrsnetz — kein Zug fährt direkt zum Stadion. Der bewährte Weg: mit dem Trinity Railway Express (TRE) von Dallas oder Fort Worth bis zur Station CentrePort/DFW, dort umsteigen in einen Shuttlebus, der bis ans Stadion bringt.
Tipp: Für Hin- und Rückweg großzügig 1,5 Stunden je Strecke einplanen, vor allem nach Spielende. Wer flexibel ist, teilt sich ein Taxi/Rideshare ab einer DART-Station — oft schneller in der Gruppe.
Übernachten
Uptown / McKinney Avenue
Uptown ist das seltene, wirklich fußgängerfreundliche Viertel in Dallas — baumbestandene Straßen voller Bistros, Cocktailbars und Boutiquen, direkt nördlich der Innenstadt. Durch das Viertel rumpelt die historische M-Line-Trolley, eine kostenlose Oldtimer-Straßenbahn, die euch bis ins Kulturviertel bringt.
Tipp: Quartier rund um West Village oder die State/Allen-Straße wählen — alles zu Fuss und mit der kostenlosen M-Line erreichbar. Der Katy Trail (Fuss-/Radweg) startet hier mitten im Viertel.
Erlebnisse
Skyline-Spaziergang an der Margaret-Hunt-Hill-Brücke
Santiago Calatravas schneeweisser Brücken-Bogen über den Trinity River ist ein Wahrzeichen des modernen Dallas. Direkt daneben führt die autofreie Ronald-Kirk-Fußgängerbrücke (früher Continental Avenue) hinüber zu den Restaurant-Patios von Trinity Groves — mit dem schönsten Blick auf die abendlich beleuchtete Skyline.
Tipp: Zur blauen Stunde auf die Fußgängerbrücke kommen, wenn die Lichter angehen. Danach in Trinity Groves essen; das Westende der Brücke ist der beste Foto-Spot für die Skyline.