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Toronto
Kosmopolitische Metropole Kanadas mit über 200 Sprachen, lebhaftem Nachtleben und dem charmanten BMO Field am Ontariosee.
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CartoDB Voyager · OSM
- Sehenswürdigkeiten
- Essen & Trinken
- Fan-Zonen
- Anreise & Verkehr
- Übernachten
- Erlebnisse
Stadion
BMO Field
Toronto, ON
- Kapazität:
- 45.736
- Dach:
- offen
Stadt-Guide
Sehenswürdigkeiten
CN Tower
Mit 553 Metern war der CN Tower von 1976 bis 2010 das höchste freistehende Bauwerk der Welt und ist bis heute DAS Wahrzeichen Torontos. Auf 342 Metern wartet der nervenkitzelnde Glasboden, und der EdgeWalk lässt Mutige ungesichert am Außenring 356 Meter über dem Boden entlanggehen.
Tipp: Tickets vorab online buchen und kurz vor Sonnenuntergang hochfahren, um Tag- und Nachtblick in einem zu erleben. Der Glasboden ist im Standardticket enthalten; an klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Niagarafällen.
Royal Ontario Museum
Kanadas größtes Museum vereint Dinosaurier, ägyptische Mumien und Weltkulturen unter einem Dach, das selbst zum Kunstwerk wurde: Der zackige Michael-Lee-Chin-Kristall von Stararchitekt Daniel Libeskind sprengt 2007 die viktorianische Fassade an der Bloor Street auf.
Tipp: Mittwoch-Abende und Freitag-Nächte sind oft günstiger oder mit Programm; die Dinosaurier- und die Fledermaushöhlen-Galerie nicht verpassen. U-Bahn-Station 'Museum' (Linie 1) liegt direkt davor.
Art Gallery of Ontario
Hinter Frank Gehrys schwungvoller Holz-und-Glas-Fassade in seiner Geburtsstadt hüten die AGO eine der besten Sammlungen kanadischer Kunst — allen voran die ikonischen Landschaften der Group of Seven und Tom Thomson. Die geschwungene Galleria Italia aus Douglasie ist ein Lieblingsmotiv der Stadt.
Tipp: Mittwochabends ist der Eintritt oft frei oder vergünstigt — frühzeitig kommen. Die geschwungene Holztreppe von Gehry unbedingt selbst hinaufsteigen; Straßenbahn 505 Dundas hält direkt davor.
Casa Loma
Ein echtes Schloss mitten in Toronto: Finanzmagnat Sir Henry Pellatt liess die neugotische Märchenburg 1911–1914 erbauen, mit Türmchen, geheimen Gängen und einem 250 Meter langen Tunnel zu den Stallungen. Vom Garten auf dem Davenport-Hügel blickt man über die ganze Skyline.
Tipp: Frühmorgens unter der Woche kommen, um den Bussen auszuweichen. Der Aufstieg über die Baldwin Steps neben dem Schloss ist kostenlos und bietet ein tolles Skyline-Foto.
Distillery District
Auf dem Gelände der einst größten Brennerei des britischen Empire (Gooderham & Worts, gegr. 1832) steht heute die größte Sammlung viktorianischer Industriearchitektur Nordamerikas. Auf autofreien Kopfsteinpflastergassen reihen sich Galerien, Cafes und Handwerksbrauereien aneinander.
Tipp: Bei der Mill Street Brewery ein lokales Craft-Bier probieren und die Straßenbahn 504 King bis Parliament/Distillery Loop nehmen. Im Dezember verwandelt ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt das Viertel.
Hockey Hall of Fame
In einer prachtvollen ehemaligen Bankhalle von 1885 schlägt das Herz von Kanadas Nationalsport. Im Zentrum der Great Hall steht der originale Stanley Cup — und Besucher dürfen ihn berühren, fotografieren und sogar selbst aufs (virtuelle) Eis gegen Profi-Torhüter treten.
Tipp: Liegt unterirdisch in Brookfield Place an Yonge & Front, nur wenige Schritte von Union Station. Vormittags weniger Andrang; für Fußballfans der perfekte Crash-Kurs in der kanadischen Sportseele.
Essen & Trinken
St.-Lawrence-Markt
Seit 1803 versorgt diese ehrwürdige Markthalle Toronto und gilt als kulinarisches Herz der Stadt. Hier probiert man das lokale Wahrzeichen schlechthin: das Peameal-Bacon-Sandwich — in Maismehl gewendeter, gebratener Schweinerückenspeck in einem frischen Brötchen.
Tipp: Carousel Bakery macht das berühmteste Peameal-Sandwich (nur Bargeld) — früh am Samstagmorgen kommen. Montags ist die große Halle geschlossen; Senf vom Tresen nicht vergessen.
Kensington Market
Ein buntes, autofreies Bohemien-Viertel und nationale historische Stätte, in dem über 50 Nationen aufeinandertreffen. Zwischen viktorianischen Häusern in Knallfarben gibt es eine kulinarische Weltreise: jamaikanische Patties, vietnamesische Banh Mi, mexikanische Tacos und äthiopisches Injera.
Tipp: An Sommer-Sonntagen ('Pedestrian Sundays') ist das Viertel komplett autofrei und am lebendigsten. Tacos bei El Trompo probieren; zu Fuss von der U-Bahn-Station Spadina oder mit Straßenbahn 510.
Poutine
Kanadas wohl berühmteste Comfort-Food-Sünde: knusprige Pommes, quietschender Cheese-Curd-Käse und heisse braune Bratensosse. In Toronto findet man unzählige Varianten — von der klassischen Version bis zu kreativen Aufladungen mit Pulled Pork oder geräuchertem Fleisch.
Tipp: Smoke's Poutinerie (mehrere Filialen in der Innenstadt) ist eine verlässliche, oft spätnachts geöffnete Adresse nach dem Spiel. Klassisch bestellen, bevor man sich an die ausgefallenen Varianten wagt.
Chinatown (Spadina)
Eines der größten Chinatowns Nordamerikas erstreckt sich entlang der Spadina Avenue und Dundas Street — ein Gewimmel aus dampfenden Garküchen, Obstständen und BBQ-Enten in den Fenstern. Hier isst man Dim Sum, handgezogene Nudeln und kantonesischen Barbecue mitten im Trubel.
Tipp: Dim Sum am besten am Wochenende vormittags, wenn die Wagen am vollsten rollen. Die Straßenbahn 510 Spadina fährt mitten hindurch; bar bezahlen ist in vielen kleinen Lokalen noch üblich.
Greektown an der Danforth
Entlang der Danforth Avenue liegt eine der größten griechischen Gemeinden Nordamerikas, deren Wurzeln in die 1960er reichen. Der Duft von Souvlaki und gegrilltem Kontosouvli liegt in der Luft, und an lauen Abenden sitzt man bei Ouzo und Saganaki auf den Terrassen.
Tipp: Mit der U-Bahn (Linie 2) bis Pape oder Chester. Abends ist die Stimmung am besten; Chicken-Souvlaki und flambierter Saganaki-Käse sind Pflicht.
Fan-Zonen
Maple Leaf Square & Real Sports Bar
Direkt neben der großen Innenstadt-Arena liegt Torontos ultimativer Fan-Treffpunkt. Die Real Sports Bar — Kanadas größte Sportsbar mit fast 200 Bildschirmen und einer riesigen HD-Leinwand — und der weite Platz davor verwandeln sich bei großen Spielen in ein Meer aus jubelnden Fans.
Tipp: Bei großen Spielen früh kommen oder reservieren — es wird brechend voll. Gleich an Union Station; die obere 'Pitch Bar' ist einem Fußballfeld nachempfunden.
King Street West
Aus einem alten Lagerhausviertel wurde Torontos lebendigste Ausgehmeile: Zwischen dem Entertainment District und Liberty Village reihen sich Patios, Cocktailbars, Speakeasys und Restaurants aneinander. Hier feiert die Stadt bis tief in die Nacht — perfekt für Fans nach Spielschluss.
Tipp: Die Straßenbahn 504 King fährt die ganze Meile entlang. Im Sommer sind die offenen Patios das Herzstück; das Viertel liegt ideal in Fussweite zur Arena und zum Stadion am See.
Anreise & Verkehr
UP Express (Flughafenzug)
Der schnellste und stressfreieste Weg vom Flughafen Pearson in die Innenstadt: Der UP-Express-Zug verbindet das Terminal in nur 25 Minuten mit der Union Station — ohne Stau, mit WLAN und Gepäckablagen, und fährt alle 15 Minuten.
Tipp: Mit PRESTO-Karte oder kontaktlos zahlen ist günstiger als das Papierticket; Kinder unter 12 fahren gratis. An Union Station hat man direkten Anschluss an U-Bahn und Straßenbahnen.
TTC mit PRESTO-Karte
Torontos Nahverkehr (TTC) aus U-Bahn, den ikonischen rot-weissen Straßenbahnen und Bussen bringt einen überallhin — auch zum Stadion am See. Mit PRESTO oder kontaktloser Karte einfach beim Einsteigen auflegen; innerhalb von zwei Stunden sind Umstiege inklusive.
Tipp: Für Vielfahrer lohnt der Tagespass (PRESTO-Ticket). Zum Stadion am Lake Shore die Straßenbahnlinie 509 oder 511 nehmen; die Straßenbahnen sind komplett stufenlos.
Übernachten
West Queen West
Dieses kreative Viertel — von Vogue einst zu einem der angesagtesten Stadtteile der Welt gekürt — verbindet Street-Art, Galerien, Designer-Boutiquen und unabhängige Cafes mit lebhaftem Nachtleben rund um die Ossington Avenue. Stilvoll, zentral und voller lokaler Persönlichkeit.
Tipp: Boutique-Hotels wie das Drake oder das Gladstone sind Viertel-Institutionen. Mit der Straßenbahn 501 Queen ist man in Minuten in der Innenstadt; ideal für alle, die das echte, hippe Toronto suchen.
Erlebnisse
Fähre zu den Toronto Islands
Eine kurze Fährfahrt vom Jack Layton Terminal führt zu autofreien Inseln mit Stränden, Radwegen und dem berühmtesten Postkartenblick der Stadt: Vom Centre Island ragt die komplette Skyline mit dem CN Tower über das Wasser. Die Überfahrt selbst ist schon ein Erlebnis.
Tipp: Tickets vorab online kaufen, an Sommerwochenenden bilden sich Schlangen. Auf dem Oberdeck Richtung Stadt stehen für das beste Skyline-Foto; Fahrrad oder Picknick mitbringen lohnt sich.